Folgende allgemeinen Auflagen für das Betreiben von Schießstätten sind zu beachten:

 

1. Jeder Sportschütze ist den Bestimmungen dieser Schießstandordnung, der jeweils gültigen Sportordnung und der Ausschreibung, die er durch seine Teilnahme anerkennt, unterworfen. Auf der Schießstätte darf nur mit den für diese zugelassenen Waffen- und Munitionsarten geschossen werden.

2. Schießstandbenutzer müssen ausreichend gegen Unfall und Haftpflicht versichert sein und haben dieses nachzuweisen.

3. Es darf nur auf der im Abnahmegutachten bzw. Erlaubnisbescheid der zuständigen Behörde genannten maximalen Anzahl von Schießbahnen geschossen werden. Die Schützen haben nur auf die dem jeweiligen Schützenstand zugehörige Scheibe zu schießen; zugelassene Anschlagsarten sind zu beachten.

4. In der Schießstätte muß eine aktuelle Schießstandordnung und eine Tafel zum Anschreiben der verantwortlichen Aufsichtsperson(en) an gut sichtbarer Stelle vorhanden sein.

5. Es darf nur unter Aufsicht solcher verantwortlicher Aufsichtspersonen (Schießleiter) geschossen werden, die der zuständigen Behörde gemäß § 34 der 1. WaffV vorher schriftlich mitgeteilt worden sind.

6. Jedes Schießen darf erst begonnen werden, wenn die verantwortliche Aufsichtsperson anwesend ist und das Schießen freigegeben hat. Die Aufsichtsperson darf selbst während ihrer Aufsichtstätigkeit am Schießen nicht teilnehmen. Sie hat sicherzustellen, daß niemand mit einer geladenen Waffe den Schießstand verläßt.

7. Im Schießstand bzw. in den Schützenständen dürfen sich während des Schießens nur die jeweiligen Schützen sowie die Aufsichtspersonen (mit den eventuell von diesen bestellten Helfern) aufhalten. Die Durchgangstür zur Schießbahn ist während des Schießens geschlossen zu halten.

8. Laden und Entladen sowie das Vornehmen von Zielübungen sind nur im Schützenstand mit in Richtung Geschoßfang zeigender Mündung gestattet. Grundsätzlich muss die Mündung so gerichtet sein, dass niemand durch einen sich unbeabsichtigt lösenden Schuss gefährdet bzw. verletzt werden kann.

9. Es darf grundsätzlich nur auf Ziele in der zugewiesenen Schießbahn geschossen werden, Schrägschießen ist verboten !! Das Schießen auf Büchsen und anderes darf nur entsprechend den Weisungen der Aufsichtsperson und in Abstimmung mit dem Standbetreiber durchgeführt werden.

10. Im Falle von Ladehemmungen oder sonstigen Störungen sind die Verantwortlichen zu verständigen. Die Waffen sind mit in Richtung Geschoßfang zeigender Mündung zu entladen, bzw. so zu handhaben, dass niemand gefährdet wird.

11. Bei Störungen im Schießbetrieb, die eine Einstellung des Schießens erfordern, wird durch die Aufsichtsperson mit Anordnungen bekannt gegeben, ob die Waffen zu entladen oder abzufeuern sind. Das Schießen darf erst auf Anordnung der Aufsichtsperson fortgesetzt werden.

12. Schußwaffen sind unmittelbar nach Beendigung des Schießens zu entladen und die Magazine, sofern vorhanden, zu entnehmen bzw. zu entleeren. Waffen dürfen nur abgelegt werden, wenn sie entladen und die Verschlüsse, soweit konstruktionsmäßig möglich, offen sind.

13. Erkennbar unter Alkohol- oder sonstigem Rauschmitteleinfluß stehenden Personen ist das Schießen und der Aufenthalt im Schießstand zu untersagen. Rauchen und offenes Feuer sind im Schießstand untersagt!

14. Waffen dürfen nicht auf Stühlen oder Bänken abgelegt werden. Die Schießbahnen sind von Gegenständen aller Art, die nicht dem Schießbetrieb dienen, freizuhalten.

15. Der Schützenstand ist grundsätzlich mit entladener Waffe zu verlassen.Die Schießanlage darf nur mit vor unmittelbarem Zugriff gesicherter Waffe verlassen werden! Im Aufenthalts- und Vorbereitungsraum sind Waffen nur in verschlossenen Behältnissen aufzubewahren.

16. Auf die gesetzlichen Vorschriften bezüglich der Benutzung von Schießstätten (Abschnitt IX. der 1. WaffV), insbesondere im Bezug auf die Aufgaben der verantwortlichen Aufsichtspersonen und die Vorschriften über das Schießen von Kindern und Jugendlichen wird ausdrücklich hingewiesen.

 

 

Gez. Der Vorstand   SV-Wilgersdorf   Dezember 2002